Über ESC Greenroom

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Fast 200 Millionen Menschen sehen den Eurovision Song Contest. Für viele ist es nur ein Programmpunkt an einem beliebigen Samstag im Mai. Sascha Gottschalk (@Sofareporter) und Dennis Kranz (@ESCKommentar) beschäftigen sich ganzjährig mit dem größten Musikwettbewerb der Welt. Sie sprechen in ihrem Podcast über die Geschichten, Hintergründe und Nachrichten rund um den Eurovision Song Contest.


Sascha Gottschalk (@Sofareporter)


Damals hieß der Wettbewerb noch Grand Prix Eurovision de la Chanson als Sascha 1979 zum ersten mal den Eurovision Song Contest schaute. 

Deutschland wurde mit Siegels Dschinghis Khan vierter, Israel gewann mit Hallelujah. Für Sascha wurde der Grundstein für eine stetig wachsende Faszination an der Europameisterschaft der Komponisten und Texter gelegt – und seine Begeisterung blieb ungebrochen.

Seit 2011 ist Sascha vor Ort und hat den Eurovision Song Contest in Düsseldorf (2011), Malmö (2013), Kopenhagen (2014), Wien (2015), Stockholm (2016) und Lissabon (2018) besucht.

2018 wirkte Sascha beim Songcheck auf eurovision.de mit. Ganzjährig kommentiert er bei Twitter und facebook das Geschehen rund um den Eurovision Song Contest. Seit 2016 produziert er mit Dennis Kranz den ESC Greenroom.


Dennis Kranz (@ESCKommentar)


Alljährlich moderiert Dennis die Tonvision – Die Sendung zum Eurovision Song Contest bei Radio Tonkuhle in Hildesheim. Mit so manch Augenzwinkern und einem Schuss Ironie.

Durch seine Arbeit bei verschiedenen Bürgermedien im Lande ist seine Liebe für Audioproduktionen ungebrochen, besonders wenn sie gleich live gehen und nicht noch geschnitten werden müssen. Darum nutzt er gern die Kanäle Radio und Podcast, um über seine Leidenschaft, den Eurovision Song Contest, zu sprechen.

Da auch für ihn das ganze Jahr Eurovision ist, äußert sich Dennis bei Twitter und facebook über den Wettbewerb. Zusammen moderiert er mit Sascha Gottschalk den ESC Greenroom.

 


ESC kompakt

Mittlerweile wird der Eurovision Song Contest (ESC) irgendwann im Mai eine Woche lang in zwei Semifinals und einem großen Finale am Samstagabend im Land des Vorjahressieger ausgetragen. Die sogenannten Big Five Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland sowie das Siegerland des Vorjahres (in 2019 ist es Israel) sind bereits für das Finale gesetzt. In den zwei Semifinals müssen sich die übrigen Teilnehmerländer einen der begehrten Finalplätze ersingen. Insgesamt stehen 26 Länder im Finale. Das Land, das den Eurovision Song Contest gewinnt, darf im Folgejahr den Wettbwerb ausrichten. Muss es aber nicht.

Ihre Auswahl für den ESC treffen die Länder unterschiedlich. So werden Künstler und Song entweder in einer internen Auswahl, also hinter verschlossenen Türen erkoren, oder man läßt dem nationalen Publikum die Wahl in einem Vorentscheid. Shownamen wie das Melodifestivalen (Schweden), Festivali i Këngës (Albanien), Eesti Laul (Estland), Uuden Musiikin Kilpailu (Finnland), Söngvakeppni Sjónvarpsins (Island) und A Dal (Ungarn) sind in ihren Ländern und in der ESC-Welt ein feststehender Begriff für die Vorauswahl zum Eurovision Song Contest.


Die Teilnehmer des Eurovision Song Contest unterliegen einem umfangreichen Regelwerk.
Es gelten u.a. folgende Vorgaben:

– Beim Eurovision Song Contest können nach dem Regelwerk der European Broadcasting Union (EBU) nur Länder teilnehmen, deren Rundfunkanstalt Mitglied in der EBU oder mit dieser assoziiert sind. Zudem muss das Land Mitglied der UNO oder einem der Unterorganisationen zB der Internationalen Telekommunikationsunion oder dem Europarat sein.

– Die Interpreten müssen am Finaltag das 16. Lebensjahr vollendet haben.

– Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten.

– Es dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne mitwirken.

– Das Lied muss live mit Halbplayback gesungen werden.

– Jedes Teilnehmerland darf die Sprache seines Beitrages frei wählen – auch Fantasiesprachen sind erlaut.

– Lied oder Auftritt dürfen keine politische (Text, Gesten, Ansprache) oder werbliche Botschaft (für Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen) enthalten oder dem Image des Liederwettbewerbs schaden.

– Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken.

– Die Lieder dürfen frühestens am 1. September des Vorjahres kommerziell veröffentlicht werden.

– Es muss sich um einen Originalsong handeln, es darf also keine Coverversion eines älteren Liedes sein.

– Die Länge des Beitrags darf maximal drei Minuten betragen.

– Die Zahl der teilnehmenden Länder ist auf 46 begrenzt, im Finale auf 26.

Der Vorjahressieger und die die größten Geldgeber in der EBU, die Big Five, nämlich Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland, sind automatisch für das Finale qualifiziert.

– Für das Finale werden 26 Plätze vergeben, sechs gehen an die Big Five und den Vorjahressieger, um die übrigen 20 Plätze müssen die anderen Teilnehmer in einem der beiden Semifinals erkämpfen.

Die Reihenfolge der Teilnehmer in den Semifinals und dem Finale wird vom Produzenten der Show festgelegt. Es wird nur gelost, in welchem Semifinale der Teilnehmer antritt und ob in der ersten oder zweiten Hälfte der Show.

Die Qualifikaten aus den Semifinals und dem Finale werden zu 50 Prozent von den Zuschauern per Telefon, SMS oder der ESC-App bestimmt und zu 50 Prozent von den nationalen Jurys. Die nationalen Jurys bestimmen ihre TOP 10 jeweils am Vortag nach der Generalprobe der jeweiligen Show (Semifinale/Finale). Die nationalen Jurys bestehen jeweils aus fünf Experten, die entweder Hörfunkmoderatoren, Musiker, Komponisten, Textdichter oder Produzenten sind. Die Namen der Jurymitglieder werden jedes Jahr nach dem 1. Mai bekannt gegeben.

Die Ergebnisse aus Zuschauer- und Jurywertungen jedes einzelnen Landes werden zu einen Gesamtergebnis kummliert. Die besten zehn Titel werden mit eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, zehn und zwölf Punkten bewertet. Die Zuschauer- und Jurywertungen werden getrennt voneinander bekannt gegeben. Die 12 Punkte, die eine nationale Jury für einen Song vergibt wird von einem Spokesperson (in 2018 zB. Barbara Schöneberger für Deutschland) in der Show bekannt gegeben. Die übrigen Punkte werden automatisch auf der Tabelle den einzelnen Ländern zugeteilt. Bei der Zuschauerwertung werden alle Punkte, die ein Beitrag aus den verschiedenen Ländern erhalten hat, kummliert und in der Reihenfolge (geringste bis meiste Punktzahl) zum Gesamtergebnis der Jurywertung hinzugerechnet. Dann steht der Sieger des Eurovision Song Contest fest.


Opening des Eurovision Song Contest 2013 in Mälmo (Schweden), Malmö Arena
Beitragsbild @sofareporter

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